Diese Frage hat mich die letzten Tage extrem beschäftigt. Der Begriff lief mir vor längerer Zeit schon mal über den Weg, jedoch fühlte ich mich nicht angesprochen. Dies hat sich irgendwie jetzt geändert und nach dem ich ein paar Artikel gelesen habe, war es mir klar. Dies trifft voll auf mich zu. Also tauchte ich tiefer in das Thema ein und ich bin noch lange nicht fertig damit, denn es hat gerade erst begonnen alles einen Sinn zu ergeben. Jedoch möchte ich Dir hier erstmal eine Zusammenfassung aus dem Buch von Anne Heintze "Auf viele Arten anders" geben. Dies war für mich für den Anfang schon mal sehr aufschlussreich. Wenn Du selbst das Gefühl hast, Du könntest eine Scanner-Persönlichkeit sein, dann gibt Dir dies vielleicht mehr Klarheit und auch Inspiration damit umzugehen.

Ich denke, dass sich dieses Thema in Zukunft auf der einen oder anderen Weise hier im Blog noch öfter wiederfinden wird. Jetzt wünsche ich Dir erstmal viel Spaß beim Lesen.

Scanner-Persönlichkeiten

Früher wurden sie als Universalgelehrte geschätzt, heute werden sie oft belächelt, weil sie sich scheinbar nicht entscheiden können, worin denn nun ihr Talent besteht: die vielbegabten sogenannten Scanner-Persönlichkeiten.

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Scanner-Persönlichkeiten sind Vielbegabte jenseits der Norm, die vor kreativen Ideen, Visionen und Tatendrang strotzen.

Scanner-Persönlichkeiten sind nämlich vielbegabt – und haben damit eine Art von Hochbegabung. Sie besitzen eine natürliche Kreativität und können ihren schier unbändigen Wissensdurst und Tatendrang auf zahlreiche Themengebiete loslassen. Dabei sind sie nicht etwa unkonzentriert und sprunghaft, sondern nehmen jedes Thema für sich ernst.

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Scanner-Persönlichkeiten sind einfühlsame Entdecker mit einer starken Verbindung zwischen Kopf und Herz.

Die vermeintlichen Gegensätze von Neugierde und Sensibilität, Denken und Fühlen führen dazu, dass nicht jeder seine Vielseitigkeit automatisch als Stärke erlebt. Vielbegabte sind hungrig nach neuen Erfahrungen und Eindrücken. Die Neugier ist ihr stärkster Antrieb. Auf ihrer Flucht vor Langeweile und Routine suchen sie nach vielfältigen intellektuellen und sinnlichen Stimuli. Gemeinsam ist allen Scanner-Persönlichkeiten die Erfahrungsintelligenz, die das berauschende Gefühl erzeugt, Wissen durch konkrete Erlebnisse zu erweitern und anschließend noch mehr lernen zu wollen. Jene ausgeprägte sinnliche Sensibilität ist eine weitere typische Eigenschaft von Vielbegabten. Die meisten Vielbegabten nehmen die Welt sensorisch feiner und intensiver wahr. Das gilt auch für Gefühle und Stimmungen. All das führt dazu, dass Verstand und Gefühl bei Scannern stark und untrennbar zusammenarbeiten. Die treibende Kraft hinter ihrem Wissens- und Erfahrungsdrang ist ihre enorme Empfindsamkeit. Ihr Bestreben, Denken und Fühlen in Einklang zu bringen, führt zu einem unabhängigen Bewusstsein, das Autoritäten kritisch hinterfragt und auf die Selbsterkenntnis baut.

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Heute stoßen Vielbegabte oft auf Ablehnung in der Gesellschaft und werden dadurch in ihrer Entfaltung behindert.

Auch wenn die Gesellschaft historische Scanner-Persönlichkeiten jetzt in hohen Tönen lobt, fühlen sich heute lebende Multitalente oft alles andere als willkommen. Die heutige Gesellschaft verlangt nach Spezialisten und Experten, während ihre Werte und Institutionen Gleichschaltung und Mittelmaß fördern. Junge Menschen werden immer früher zur Studienwahl gedrängt und lange Orientierungsphasen, Wechsel oder Abbrüche gelten als Verfehlungen. Gesellschaftliche Institutionen wie Familie, Kindergarten, Schule und selbst die Politik sind dagegen eher auf die Orientierung an der Norm ausgerichtet. Wer hinter der Norm zurückfällt, dem greift das System unter die Arme. Wer über sie hinausschießt, wird allerdings sich selbst überlassen – oder soll seine Leistungen sogar wieder auf das Durchschnittsniveau senken, um nicht negativ aufzufallen. Statt in ihrem Potenzial gefördert zu werden, erfahren Vielbegabte also oft Ablehnung und Kritik. Viele Scanner wissen, wie es ist, wenn ein weiteres Hobby oder der Traum vom Karrierewechsel für Skepsis und Unbehagen bei Freunden und Verwandten sorgen, wenn sich Lehrer oder Vorgesetzte über ausgefallene Ideen oder kreative Verbesserungsvorschläge ärgern, oder wenn vielseitige oder gar widersprüchliche Lebensläufe auf dem Arbeitsmarkt nicht ins Schema passen. Bei vielen Vielbegabten führen diese wahrgenommenen Misserfolge zu mangelndem Selbstwertgefühl und einer Unterentwicklung ihrer Talente. Wenn Scanner diese Ablehnung schon als Kinder erfahren, entwickeln sie starke Selbstzweifel und fühlen sich fremd oder „anders“. Viele bemühen sich erfolglos um Anpassung, verlieren langfristig den Mut, ihren Leidenschaften nachzugehen, und werfen sich selbst vor, ihre Talente nicht zu nutzen. Oder sie fühlen sich wie beim „Hochstapler-Syndrom“ als Betrüger, weil sie ihre Erfolge statt durch harte Arbeit mit spielerischer Neugier errungen haben.

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Vielbegabte müssen zu sich und ihren Stärken stehen: ihrer Erfahrungsintelligenz, Intuition und Kreativität.

Dass Scanner nicht glücklich werden, wenn sie sich wie mit Scheuklappen nur auf ein einziges Thema, Studium oder Berufsfeld konzentrieren sollen, liegt also auf der Hand. Voraussetzung für die volle Entfaltung ihrer Talente ist, dass Scanner die eigene Vielbegabung lieben und leben lernen. Wer die eigene Natur unterdrückt, wird unglücklich und oft sogar physisch krank. Scanner sollten daher zu ihrer Andersartigkeit stehen und sich selbst treu bleiben, statt sich an willkürlichen Normen zu orientieren. Der ausgefüllte Vielbegabte zeigt seine schillernde Persönlichkeit und geht allen Interessen nach – heute Fotografie, morgen BWL, dann alternative Medizin, Lyrik, Orgelspiel oder Astronomie. Ein großer Vorteil von Scanner-Persönlichkeiten ist außerdem ihre starke Intuition. Sie sollten ihr folgen, um ihr Potenzial auszuschöpfen. Wie wir gesehen haben, werden Scanner oft zu rationalen Entscheidungen gedrängt, dabei ist ihre eigentliche Stärke ihr zuverlässiges Bauchgefühl. Wenn sie diesem auf dem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume wie einem Kompass folgen, entsteht eine Dynamik, die „Erfahrungsintelligenz“ genannt wird. Die positive Erfahrung, auf das Bauchgefühl vertrauen zu können, steigert das Selbstbewusstsein und die Intuition des Vielbegabten. Und weil aus dem Bauch heraus getroffene Entscheidungen leichter fallen, stellt sich die Unbekümmertheit ein, die sie alle Lebensaufgaben mit Leidenschaft und Freude angehen lässt. Zusätzlich lässt sich ihre natürlich gegebene Kreativität auch mit einfachen Techniken fördern. Scanner sollten von Pflichten bis Ideen alles aufschreiben, was ihnen im Kopf herumschwirrt. So fällt kein noch so wilder Gedanke der plötzlichen Besinnung auf die scheinbare Vernunft zum Opfer. Weitere Techniken zur Förderung wilder Kreativität sind z.B. Mindmaps, bunte Pinnwand-Mosaike oder meditatives, assoziatives Brainstorming zu einem Thema. Kein Ergebnis sollte direkt abgetan und vergessen werden, denn das Aufschreiben schult die Scanner darin, ihre ungewöhnlichen Gedankengänge zu akzeptieren und auszuleben. Und wenn Vielbegabte so lernen, auf ihre Stärken zu vertrauen, sind sie bestens für ihre charakteristischen Herausforderungen gewappnet.

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Die Selbstdisziplin ist des Vielbegabten stärkste Waffe auf dem Weg zum Erfolg.

Vielseitige Begabung bringt auch Nachteile mit sich, denn wo viel im Kopf passiert, kann auch viel durcheinander geraten. Die Geheimwaffe für Scanner-Persönlichkeiten im Kampf gegen die eigenen Schwächen geht zwar wider ihre Natur, lässt sie aber zu Höchstformen auflaufen: Selbstdisziplin. Die größten Feinde des Vielbegabten sind Entscheidungsschwierigkeiten, Prokrastination, Perfektionismus und schlechtes Selbstmanagement. Viele Scanner tun sich selbst bei kleinen Dingen schwer mit Entscheidungen, z.B. welches Buch sie als nächstes lesen oder was sie im Restaurant bestellen sollen. Sie fühlen sich oft von so vielem gleichzeitig angesprochen, dass ihr mentaler Server schnell überlastet ist. Die Tendenz zum „Zerdenken“ gipfelt dann oft in lethargischer Prokrastination oder übertriebenem Perfektionismus. Zusätzlich neigen viele Multitalente zu Chaos und schlechtem Selbstmanagement. Wenn Vielbegabte trotz dieser Ablenkungen erfolgreich die Karriereleiter erklimmen oder ihre Ideen erfüllend in die Tat umsetzen wollen, können sie mit Selbstdisziplin Ordnung ins Chaos bringen. Sie müssen lernen, ihre Kreativität mit Organisation zu verbinden, indem sie konkrete Ziele anvisieren und sich darin üben, Entscheidungen zu treffen. Ein Trick könnte eine einzelne, zentrale To-Do-Liste für unterwegs sein, um alle anfallenden Aufgaben direkt festzuhalten und immer den Überblick zu behalten. Vielbegabte, die diese Balance zwischen Kreativität und Ordnung meistern, strahlen ihre Sicherheit auch nach außen aus. Auftraggeber oder Vorgesetzte vertrauen auf ihre Fähigkeiten und sind aufnahmebereiter für ihre Ideen.

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Scanner arbeiten am besten selbstständig, in kreativen Berufen und Patchwork-Karrieren.

Vielbegabte finden ihre Berufung oft als Selbstständige im künstlerischen, wissenschaftlich-technischen oder sozialen Bereich. Man findet sie nämlich häufig dort, wo Querdenken und Unkonventionalität kein Hindernis, sondern der Schlüssel zum Erfolg sind, z.B. unter Erfindern, Denkern und Künstlern. Hier können sie ihre ganze Kreativität einbringen. Ihre außerordentliche Fähigkeit, andere mit ihrer authentischen Begeisterung für ihre Ideen mitzureißen, macht sie zu guten Führungspersönlichkeiten. Gepaart mit ihrem Einfühlungsvermögen liefert dies aber auch gute Voraussetzungen für eine Karriere als Berater, Coach oder Lehrer. Generell gibt ihnen die Freiberuflichkeit den meisten Raum für Entfaltung und das flexible Jonglieren verschiedener Tätigkeiten. Die Vielseitigkeit des Scanners darf und sollte sich in seinem Lebenslauf abbilden – in Form einer Patchwork-Karriere. Dem Trend, weg vom lückenlosen Lebenslauf und hin zur Patchwork-Karriere, sind sie mit ihrem Drang nach Entfaltung geradewegs einen Schritt voraus und nehmen daher eine absolute Vorreiterrolle ein. Im Grunde würde es uns allen gut tun, uns eine Scheibe von den Scanner-Persönlichkeiten und den genannten Erfolgsrezepten abzuschneiden – nicht nur für den Beruf, sondern auch für mehr Mut zu unkonventionellen Entscheidungen und einem Leben voller bunter Facetten und Leidenschaft.

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Zusammenfassung

Scanner-Persönlichkeiten sind Multitalente, die vor Kreativität, Wissens- und Tatendrang strotzen. Durch ihre natürliche, spielerische Begeisterungsfähigkeit und den oft visionären Blick auf die Welt haben sie außergewöhnlich viel zu geben – und daher manchmal Probleme mit konkreten Entscheidungen und gesellschaftlichen Konventionen. Wenn sie sich selbst treu bleiben und lernen, ihre unzähligen Ideen strukturiert umzusetzen, können sie ihr vielseitiges Potenzial voll entfalten und erfüllt leben und arbeiten.

Besorg dir ein Notizbuch. So kannst du wie einst der große Leonardo da Vinci alles festhalten, was dir an Ideen, Erkenntnissen oder verrückten Plänen durch den Kopf spukt. So geht nichts verloren, was sich später als Geniestreich entpuppt.

Zentralisiere deine Aufgaben. Wenn du gerne alles, was du erledigen willst, auf kleinen Klebezetteln wild in deiner Wohnung verteilst und anschließend vergisst, hilft dir eine zentrale Liste, vielleicht ebenfalls in Form eines kleinen Büchleins. Ab sofort dürfen deine To-Dos nur noch auf ihr festgehalten werden und nirgendwo sonst. Steck die Liste ein, damit du sie immer gleich parat hast, wenn sich eine neue Aufgabe abzeichnet, und du kommst gar nicht erst in Versuchung, einen neuen Zettelkrieg zu beginnen.

Ich hoffe, diese Zusammenfassung konnte Dir etwas weiterhelfen. Wenn Du weiter über dieses Thema sprechen möchtest, dann schicke mir doch gern eine Nachricht dazu. Ich freue mich von Dir zu hören. Liebe Grüße Anke

Die Zusammenfassung wurde mit Hilfe von Blinkist erstellt.